Jürgen Greiner Autor

Gefahr erkannt, Gefahr gebannt

Seit mehr als einem Jahrzehnt habe ich als Polizeibeamter fast täglich mit Internet-Kriminalität zu tun, welche seit einigen Jahren vielmehr als Cybercrime bezeichnet wird. Dabei geht es bei meiner Arbeit in erster Linie nicht um Hackerangriffe auf Server, Ausspähen von Firmengeheimnissen oder andere große Ereignisse, die von der Täterschaft viel Fachwissen und technischen Verstand erfordern.

Nein, es sind die kleinen oder größeren Betrüger, die sich die Anonymität des Internets zu Nutze machen, um arglose Opfer schamlos abzuzocken. Für solche Taten ist nicht im Ansatz das Fachwissen notwendig, welches zum Beispiel ein Hacker haben muss, wenn er versucht, in fremde IT-Systeme einzudringen. Hier genügt bereits ein gewisses Maß Unverfrorenheit und ein Mangel an schlechtem Gewissen, um hier sein Unwesen treiben zu können.

"Ich möchte Sie nicht erschrecken, sondern nur warnen, aufmerksam zu sein." Mit diesem Zitat habe ich das Banner versehen, welches als Kopf für diese Website dient und ich will Ihnen mit diesen Zeilen gerne erläutern, was ich damit meine:

Aus meiner Sicht gibt es Taten, gegen die Sie sich nicht oder so gut wie nicht schützen können. Das Ausspähen von Daten einer Kreditkarte mit anschließendem Missbrauch zählt zum Beispiel dazu. Hier sind die Banken und Kreditkartenunternehmen gefragt, sichere Mechanismen zu schaffen, was aber anscheinend gerade in diesen Tagen umgesetzt werden soll. Es bleibt abzuwarten, was daraus wird. Und außerdem lehrt meine Erfahrung, dass in der Regel die Geschädigten den Schaden von den Banken ersetzt bekommen, sodass dieser Bereich der Internet-Kriminalität nicht unbedingt Schwerpunkt meiner Ausführungen sein wird.
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