Jürgen Greiner Autor

Wie Betrüger anonym an Ihr Geld kommen können

Eine Betrugstat zu begehen, ist nicht schwer, vor allem, wenn man im Internet handelt. Einen strafwürdigen Betrug begeht, wer durch Täuschung bei dem späteren Opfer einen solchen Irrtum erregt, sodass dieser eine Vermögensverfügung veranlasst und dadurch einen Vermögensschaden erleidet. Zumindest muss ein Teil seines Vermögens in Gefahr geraten sein, so beschreibt es das Gesetz (§ 263 StGB). Wenn das Opfer kaum Möglichkeiten hat, zu überprüfen, ob das auch stimmt, was da behauptet wird, dann ist eine solche Täuschung nicht schwer. Auf Verkaufsportalen im Internet werden tagtäglich so viele Waren angeboten, dass man nicht erkennen kann, was echt und was Täuschung ist.

Gleiches gilt, wenn jemand, welchen ich nur aus den Sozialen Medien kenne, um Hilfe bittet. Ist das wirklich ein Mensch in Not geraten oder soll ich getäuscht werden. Ganz schwer zu unterscheiden. Aber dennoch gibt es Anhaltspunkte, wo man zumindest misstrauisch werden kann und sich die Angelegenheit vielleicht nochmals überlegt oder mit anderen bespricht. Die schwierigste Hürde beim Betrug, die die Täterschaft überwinden muss, ist die, dabei nicht erkannt zu werden. Ich muss also als Betrüger unerkannt, also anonym an das Geld meines Opfers kommen. Letztendlich hält dies auch viele davon ab, der Versuchung zu widerstehen, einfach Geld ohne Gegenleistung zu kassieren.

In diesem Beitrag will ich verschiedene Möglichkeiten darstellen, wie Betrüger anonym an das ergaunerte Geld, als an Ihr Geld, kommen können. Dabei liegt die Betonung auf anonym, was soviel bedeutet, dass für Täterschaft so gut wie kein Risiko besteht, erwischt zu werden. Solange diese Bedingungen, die ich nachfolgend schildere, nicht eine Änderung erfahren, braucht man nicht darauf zu vertrauen, dass der Staat einem schützen kann, weil eine effiziente Strafverfolgung praktisch unmöglich ist.

Es liegt daher an Ihnen, vorher entsprechend misstrauisch zu sein und das Risiko zu kennen, welches Sie möglicherweise eingehen. Denn ich erlebe oftmals, dass Menschen, die zu Opfern einer solchen Täterschaft geworden sind, vorher sehr arglos gewesen sind und darauf vertraut haben, dass ihr Handeln durch die Gesetze und die Strafverfolgung geschützt ist. Dies ist leider oft ein Trugschluss, aber nicht, weil die Strafverfolgungsbehörden nicht wollen, sondern weil sie die Täterschaft nicht ermitteln können.

Vorab noch folgende Bemerkung: Die Inhalte meiner Ausführungen beziehen sich in gleichem Maße auf Frauen und Männer. Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird jedoch die männliche Form für alle Personenbezeichnungen (der Betrüger, der Verkäufer, etc.) gewählt. Die weibliche Form (die Betrügerin, die Verkäuferin) wird dabei stets mitgedacht. Eine Diskriminierung des weiblichen Geschlechts ist dadurch nicht beabsichtigt. Ich bitte diesbezüglich um Verständnis.
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