Jürgen Greiner Autor
Spoofing – Phishing – Pharming:

Wie Kriminelle an Ihre Daten kommen können.

Anfang des Jahres 2020 wurde vom vermehrt auftretenden E-Mail gewarnt, die sich als gefälschte Amazon-Bestellbestätigungen darstellen. Wer davon betroffen ist, erhält zunächst eine E-Mail, die augenscheinlich von Amazon kommt. Darin wird mitgeteilt, dass Amazon besorgt sei, dass festgestellt worden sei, dass eine Bestellung von einem fremden Gerät aus erfolgt sei, was Misstrauen erweckt habe. Außerdem wird mitgeteilt, was da so bestellt wurde. Wenn die oder der Betroffene dann resümiert, dass sie oder er entweder gar nichts bzw. diese Artikel nicht bestellt hat, dann wird klar, dass man reagieren muss.

Aber Amazon hat anscheinend an alles gedacht: Im Anhang befindet sich ein PDF-Dokument, wo man die Möglichkeit habe, die Bestellung entweder zu bestätigen oder zu stornieren. Also PDF öffnen und ausfüllen? An dieser Stelle sollten Sie jetzt misstrauisch geworden sein und diesem scheinbar einfachen Weg nicht folgen, sondern sich viel lieber in ihren Amazon-Account einloggen und dort nachschauen, ob die angebliche Bestellung dort registriert ist.

Amazon bietet im Übrigen die Möglichkeit an, verdächtige E-Mails zu überprüfen. Leiten Sie einfach die E-Mail mit Anlagen an folgende E-Mail-Adresse weiter: [stop-spoofing@amazon.com]. Aber schon morgen kann Ihnen das mit einer anderen E-Mail passieren, die augenscheinlich von einem anderen vertrauenswürdigen Absender kommt, die ganz anders aufgemacht ist, aber die das gleiche Ziel verfolgt. Deshalb möchte ich Sie mit diesem Beitrag darüber informieren, was dahinter stecken kann.

Die Methoden, die Kriminelle dabei anwenden, werden in Fachkreisen Spoofing, Phishing und Pharming genannt, wobei immer das gleiche Ziel verfolgt wird, nämlich die Opfer zur Preisgabe ihrer geheimen Daten zu bewegen. Und wenn die Täterschaft dann diese erst hat, dann werden diese irgendwann auch missbräuchlich verwendet. Das muss nicht gleich morgen sein, denn oftmals benutzt die Täterschaft, die die Daten ausgespäht hat, diese nicht selbst, sondern verkauft sie im sogenannten ‚Darknet‘, einem besonderen Teil des Internets. Was das genau ist, habe ich auf dieser Website bereits erklärt.

1 2345Übersicht Beiträge
----
Jessica und die Odenwaldbande
Zurück zur Startseite