Jürgen Greiner Autor

Scam – wenn das Vertrauen argloser Opfer missbraucht wird.

Zumindest die ältere Generation dürfte sie noch alle kennen: Die Märchen der Brüder Jacob und Wilhelm Grimm, die im 19. Jahrhundert verfasst worden sind und seither Generationen von Kindern vorgelesen worden sind. Diese Geschichten haben wenig Bezug zur Realität, was man schon daran erkennt, dass dort die handelnden Figuren sich zwar wie Menschen benehmen und auch menschliche Gestalt angenommen haben, aber eigentlich Tiere sind. So wie der Wolf, dem in Grimms Märchen regelmäßig die Rolle des Bösewichts zukommt.

Zwei Märchen fallen mir da spontan ein, nämlich das Märchen vom „Wolf und den sieben jungen Geißlein“ als auch das Märchen von „Rotkäppchen und dem bösen Wolf“. In beiden Märchen gelingt es dem Wolf, seine Opfer so zu täuschen, dass sie arglos sind. Wir erinnern uns: Beim erstgenannten Märchen war es so, dass die Mutter Geiß außer Haus war und die 7 Kinder nicht die Tür aufmachen sollten, damit sie nicht vom Wolf gefressen werden sollten. Erst als der Wolf Kreide gefressen hatte und damit eine hohe Stimme wie die der Mutter bekam und seine schwarze Pfote in Mehl getaucht hatte, dass sie weiß wie die der Mutter erschien, da öffneten ihm die Geißlein die Tür und er konnte sie, bekanntlich mit einer Ausnahme, alle verschlingen.

Bei Rotkäppchen war es ähnlich, welches die Großmutter besuchen wollte, die in einem Häuschen im Walde lebte und deshalb zum Opfer wurde, weil sich der Wolf als Großmutter verkleidete und somit das Mädchen täuschen konnte. Dabei war dieses, bevor das Unglück geschah, sogar etwas misstrauisch geworden, denn ihr war aufgefallen, dass die Großmutter ganz anders aussah („Großmutter, warum hast Du so große Augen?“). Glücklicherweise enden beide Märchen mit einem guten Schluss, weil die Opfer wieder aus dem Bauch des Wolfes befreit werden konnten.

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Jessica und die Odenwaldbande
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