Jürgen Greiner Autor

Eine Witwe bittet um Hilfe

Der erste Fall, welche ich Ihnen schildern möchte, liegt ebenfalls bereits über 10 Jahre zurück. Es geht mir nicht darum, das Opfer bloß zu stellen, sondern vielmehr darum, die Maschen der Täter aufzudecken, weil diese sich im Grund nicht geändert, sondern nur verfeinert haben.

Als das Opfer zur Polizei gekommen war, da war der Frau, ich nenne sie einfach mal Frau Maier, immer noch nicht bewusst, dass sie Betrügern zum Opfer gefallen war. Sie brachte ein Papier mit, auf welchem Sie etwas ausgedruckt hatte, was sie via E-Mail zugeschickt bekommen hatte. Es sah aus wie ein Dokument in spanischer Sprache und sie fragte mich, ob ich ihr sagen könnte, ob es sich bei dem Papier um einen spanischen Steuerbescheid handeln würde. Anscheinend hatte sie aus Spanien einen Steuerbescheid in Höhe von 25.000 EUR geschickt bekommen.

Eine Antwort auf ihre Frage konnte ich ihr nicht geben, weil ich noch nie einen Steuerbescheid aus Spanien bekommen hatte. Also fragte ich nach, welche Bewandtnis es damit habe, dass sie als Deutsche mit Wohnsitz in Deutschland in Spanien Steuern zahlen solle. Also begann die Frau zu erzählen und eigentlich war mir schon nach wenigen Sätzen klar, dass ich es mit einem Scamming-Opfer zu tun hatte. Als sie mir jedoch nach und nach dann den gesamten Sachverhalt schilderte, da wurde mir fast übel, denn ich hörte eine unendliche Geschichte, die zu diesem Zeitpunkt eine Schadenssummer von 25.000 EUR aufgewiesen hatte.

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Jessica und die Odenwaldbande
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